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Wild Hogs Hockey Club Arosa

Mit einem blauen Auge davon gekommen

Freitag, 27. Februar 2026

Die Wild Hogs drehen in den letzten zehn Minuten die Partie und gewinnen am Schluss verdient in Zernez

Björn Bächinger

von

Was für ein Spektakel in Zernez! Nach 44 Minuten lag der Aussenseiter HC Zernez mit 3:1 in Führung und auf der Gegenseite drohten bei den Wildschweinen die Nerven zu reissen. Vieles erinnerte an das Vorjahr, als das zweite Spiel der Masterround zum Stolperstein wurde. Dabei hatte schon der erste Auftritt der Engadiner in der Masterround gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist: Gegen den EHC Wilen-Neunforn hielten sie lange stark dagegen, ehe sie sich am Ende mit 1:5 geschlagen geben mussten. Eigentlich begann die Partie aus Sicht der Aroser durchaus vielversprechend. Die Gäste aus Arosa kamen besser aus der Garderobe, hatten aber immer wieder Mühe mit dem ruppigen Eis der offenen Kunsteisbahn in Zernez. Geduld war gefragt – und die wurde belohnt: Kevin Schmid traf nach gut zehn Minuten zur verdienten Führung. Was danach folgte war ein langer Abnützungskampf auf beiden Seiten mit dem Chancenplus auf der Seite der Wildschweine. Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten, und so passierte es auch, zwei Minuten vor der zweiten Pause glichen die Engadiner zum 1:1 aus.

Dem hintersten und letzten Spieler war nun bewusst, dass dieses Spiel alles andere als ein Selbstläufer wird. Und der Start ins Schlussdrittel misslang den Wild Hogs komplett. Die Engadiner erzielten nach gut vier Minuten mit einem umstrittenen Tor den Führungstreffer und doppelten nur dreizehn Sekunden später nach. Die Nerven der Wild Hogs flatterten nun gewaltig, zumal die Zernezer kurz darauf auch noch im Powerplay agieren durften. Als sich nach Drittelshälfte die Situation etwas beruhigte, zeigte die Mannschaft von Coach Marcel Kündig wahren Charakter. Der Anschlusstreffer von Björn Bächinger in der 51. Minute brachte die Hoffnung zurück und Paul Holzheuer erzielte zwei Minuten später den vielumjubelten Ausgleich. Der Bann war endlich gebrochen, die Wildschweine setzten ihren Lauf ungebremst fort und zogen dank weiteren Toren von Paul Holzheuer und Kevin Schmid bis zur Schlusssirene auf 3:5 davon.

Dank diesem Willenssieg haben es die Wild Hogs nun in der eigenen Hand, am nächsten Samstag zuhause gegen den EHC Wilen-Neunforn den Finaleinzug perfekt zu machen. Dafür braucht es jedoch eine deutliche Leistungssteigerung bei der Chancenauswertung. Spielbeginn ist um 20.00 Uhr, die Mannschaft freut sich auf viel Support von den Rängen.

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