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Wild Hogs Hockey Club Arosa

Empfindliche Niederlage gegen Wilen-Neunforn

Sonntag, 18. Oktober 2026

Im dritten Meisterschaftsspiel der Wild Hogs setzt es die zweite Niederlage ab

Björn Bächinger

von

Spiele gegen den EHC Wilen-Neunforn stehen für die Wild Hogs HC Arosa seit geraumer Zeit unter keinem guten Stern. In der vergangenen Saison gingen sämtliche drei Duelle gegen den damaligen Meister verloren. Der letzte Sieg gegen die Thurgauer liegt bereits einige Zeit zurück: Am 19. Januar 2025 verliessen die Aroser das Eis in Frauenfeld nach einem hart umkämpften Spiel mit einem 4:5-Auswärtssieg. Dass auch diesmal eine schwierige Aufgabe bevorstand, war den Schanfiggern somit bewusst.

Dennoch erwischten die Wild Hogs einen denkbar schlechten Start. Nach gerade einmal 50 Sekunden standen plötzlich sechs Aroser Feldspieler auf dem Eis. Die Konsequenz: eine erste Überzahlsituation für die Gastgeber – und prompt das 1:0. Der frühe Gegentreffer schien die Wildschweine jedoch wachzurütteln. Mit zunehmender Spieldauer fanden sie besser in die Partie und belohnten sich für ihre Bemühungen. Kaum war die erste Überzahlsituation der Aroser abgelaufen, tankte sich Olivier Arpagaus-Hostettler durch die gegnerische Abwehr und erzielte den verdienten Ausgleich. Doch statt den Schwung mitzunehmen, machten sich die Wild Hogs das Leben mit weiteren Strafen selbst schwer. Eine dieser Unterzahlsituationen nutzte Wilen-Neunforn eiskalt aus und stellte im Powerplay auf 2:1.

Für das zweite Drittel war die Marschrichtung klar: Disziplin bewahren und unnötige Strafen vermeiden. Dies gelang den Arosern zunächst gut. Sie kamen entschlossen aus der Kabine und übernahmen vermehrt die Initiative, ohne sich allerdings zwingende Torchancen herauszuspielen. Die Gastgeber zeigten sich dagegen effizient und erhöhten mit ihrer ersten wirklich gefährlichen Möglichkeit im Mitteldrittel auf 3:1. Die Antwort der Wild Hogs folgte prompt: Olivier Arpagaus-Hostettler lenkte einen Schuss von Marco Bächinger unhaltbar ins Tor ab und brachte sein Team wieder heran. Doch erneut brachten sich die Schanfigger mit Undiszipliniertheiten selbst in Bedrängnis. Die Quittung folgte auf dem Fuss – ein weiteres Powerplay, ein weiteres Gegentor. Immerhin sorgte Fabian Altmann, der auf diese Saison hin vom SC Küsnacht zu den Wild Hogs gestossen war, kurz vor der zweiten Pause mit seinem ersten Treffer im Trikot der Aroser für einen wichtigen Hoffnungsschimmer. Mit dem 4:3 blieb die Partie weiterhin offen.

Im Schlussdrittel zeigte sich zunächst ein ausgeglichenes Bild. Bei fünf gegen fünf hielten die Wild Hogs mit den Gastgebern mit, und auch die Spielanteile sowie die Torchancen waren auf beiden Seiten ähnlich verteilt. Den entscheidenden Unterschied machten jedoch einmal mehr die Special Teams. Während die Aroser in Überzahl keine entscheidenden Akzente setzen konnten, schlug Wilen-Neunforn erneut zu. Mit zwei weiteren Powerplay-Treffern und einem Tor bei numerischem Gleichstand zogen die Thurgauer bis zur Schlusssirene auf 7:3 davon.

Fünf Gegentore in sieben Unterzahlsituationen – diese Bilanz bringt den Knackpunkt der Partie auf den Punkt. Die Wild Hogs zeigten über weite Strecken durchaus eine ansprechende Leistung und hielten das Spiel bis ins Schlussdrittel offen. Die vielen Strafen machten ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung. Trotz der deutlichen Niederlage können die Aroser positive Erkenntnisse mitnehmen. Nun gilt es, die richtigen Schlüsse zu ziehen und im nächsten Spiel wieder anzugreifen.

Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am Samstag, 24. Oktober 2026, um 20.00 Uhr im Sport- und Kongresszentrum Arosa. Dann empfangen die Wild Hogs den EHC Illnau-Effretikon und wollen vor heimischem Publikum zurück auf die Erfolgsspur finden.

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